Projektbericht
Licht, das Teil der Architektur wird
Mit „Isoropia“ wurde der dänische Pavillon der Architekturbiennale Venedig 2018 zu einem Labor für Material, Struktur und Licht. Die vom Center for Information Technology and Architecture entwickelte Installation verband gestrickte Textilien mit aktiv gebogenen Glasfaserstäben. Aus Zug und Druck entstand ein schwebendes Gleichgewicht, das sich als wandelbare Landschaft durch den Pavillon spannte. Zu den Forschern gehörte Professor Martin Tamke von der Königlich Dänischen Kunstakademie in Kopenhagen. Alurays entwickelte und lieferte die gebogenen, abgehängten linearen LED-Profile für die Lichtinszenierung. Präzise in die textile Tragstruktur integriert, zeichneten sie deren räumliche Bewegung nach und machten die komplexe Geometrie atmosphärisch erfahrbar. Das Licht ergänzte die filigrane Konstruktion, ohne ihre Leichtigkeit zu beeinträchtigen, und unterstützte Orientierung und Tiefenwirkung. So demonstrierte Isoropia, wie digitale Planung, innovative Fertigung und interdisziplinäre Zusammenarbeit neue architektonische Räume ermöglichen – ressourcenbewusst, experimentell und von poetischer Klarheit. Die Installation übersetzte technische Forschung in ein sinnlich erlebbares Ausstellungserlebnis für Besucher aus aller Welt.
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